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Alte Fotos richtig scannen: Flachbettscanner & Smartphone

Alte Fotos richtig digitalisieren: Vorbereitung, ideale Scanner-Einstellungen und DPI, Smartphone-Tricks ohne Glanz und sicheres Speichern.

Von Ayoub Farid · · 3 Min. Lesezeit

Alte Fotos richtig scannen: Flachbettscanner & Smartphone (vorher)Alte Fotos richtig scannen: Flachbettscanner & Smartphone (nachher)

Die Qualität deines Scans bestimmt das maximale Ergebnis für alles, was danach kommt: Fotorestaurierung, Kolorierung, Drucke und das Teilen mit der Familie. Ein sorgfältiger Scan dauert kaum länger als ein flüchtiger Versuch – macht aber einen riesigen Unterschied.

Fotos vorbereiten

  • Wasche und trockne deine Hände gründlich oder trage Baumwoll- bzw. Nitrilhandschuhe.
  • Pinsel vorsichtig den Staub ab, am besten mit einem weichen Pinsel.
  • Nimm Abzüge vorsichtig aus Rahmen und Hüllen, sofern sie sich leicht lösen (an Glas klebende Bilder erfordern besondere Vorsicht: siehe zusammenklebende Fotos trennen).
  • Glätte gewellte Abzüge, indem du sie vor dem Scannen für einige Tage unter schwere Bücher legst.
  • Achte auf Notizen auf der Rückseite und digitalisiere die Rückseite bei Bedarf direkt mit.

Methode 1: Flachbettscanner

Ein Flachbettscanner liefert die gleichmäßigsten und reflexionsfreiesten Ergebnisse.

  1. Reinige das Scannerglas mit einem fusselfreien Mikrofasertuch.
  2. Lege die Fotos mit dem Bild nach unten auf, exakt ausgerichtet an den Kanten. Du kannst mehrere Abzüge auf einmal einscannen und später zuschneiden.
  3. Einstellungen:

- Farbmodus: 24-Bit-Farbe (auch für Schwarz-Weiß-Bilder, da die echten Papiertöne erhalten bleiben sollten) oder 48-Bit für ein Archiv-Master. - Auflösung: 600 dpi für Standardformate (wie 10 × 15 cm / 4 × 6 Zoll), 1200 dpi für sehr kleine Abzüge (siehe die beste DPI-Zahl zum Fotos Scannen). - Schalte automatische Schärfung, Entrasterung und automatische „Farbwiederherstellung“ für Archivscans aus. Du kannst die Bildqualität später mit besseren Werkzeugen optimieren.

  1. Speichern: Wähle hochwertiges JPEG oder TIFF (siehe TIFF vs. JPEG).

Methode 2: Smartphone-Kamera

Mit dem Smartphone geht es besonders schnell und – wenn man es richtig anstellt – entstehen erstaunlich gute Aufnahmen.

  1. Licht: Weiches Tageslicht seitlich an einem Fenster, keine direkte Sonne. Schalte Deckenlampen aus.
  2. Unterlage: Verwende eine dunkle, matte Stoffunterlage oder Pappe unter dem Abzug.
  3. Position: Halte das Smartphone exakt parallel zum Bild, mittig ausgerichtet, sodass der Abzug das Bild ausfüllt. Ein Stativ oder ein Stapel Bücher sorgt für Stabilität.
  4. Fokus und Belichtung: Tippe auf ein Gesicht im Bild, um scharfzustellen; ziehe die Belichtung leicht nach unten, falls helle Bereiche überstrahlt wirken.
  5. Kein Blitz.
  6. Mache zwei Aufnahmen und behalte die schärfste Datei.

Die ausführliche Anleitung findest du hier: Fotos mit dem iPhone scannen und Fotos ohne Glanz und Reflexionen abfotografieren.

Scanner-Apps

Spezielle Foto-Scan-Apps erkennen Bildränder automatisch, korrigieren Verzerrungen und reduzieren Blendeffekte, indem sie mehrere Aufnahmen kombinieren. Das ist besonders bei Fotoalben praktisch. Du kannst Abzüge auch direkt in einer Restaurierungs-App aufnehmen: Refixo besitzt eine integrierte Kamerafunktion, mit der du einen Abzug direkt erfassen und im Handumdrehen restaurieren kannst.

Jeden Scan prüfen

  • Ist das Bild bei 100 % Zoom gestochen scharf?
  • Sind störende Reflexionen oder Schatten zu sehen?
  • Sind die Ränder gerade und wurde nichts versehentlich abgeschnitten?
  • Ist Staub auf dem Bild sichtbar? (siehe Staubflecken von Scans entfernen)

Nach dem Scannen

  1. Dateien sinnvoll benennen und sortieren (siehe alte Fotos beschriften und organisieren).
  2. Sicherheitskopien anlegen (siehe Familienfotos sicher sichern).
  3. Beschädigte Fotos restaurieren (siehe alte Fotos mit KI restaurieren).

Häufig gestellte Fragen

Reicht ein Smartphone aus, um alte Fotos zu digitalisieren?

Ja, für die meisten Familienfotos absolut – vorausgesetzt, du nutzt weiches Licht, vermeidest Reflexionen und hältst das Smartphone exakt parallel zum Bild. Für sehr kleine Abzüge und geplante Vergrößerungen ist ein Flachbettscanner jedoch überlegen.

Sollte ich Schwarz-Weiß-Fotos in Farbe scannen?

Ja. Der Farbmodus erfasst feine Zwischentöne, Vergilbungen und Patina deutlich präziser. Das liefert wichtige Zusatzinformationen, wenn du später alte Fotos restaurieren oder Schwarz-Weiß-Fotos kolorieren möchtest.

Sollte ich die automatische Korrektur des Scanners nutzen?

Für Archivscans empfiehlt es sich, solche Automatiken auszuschalten, um ein unverfälschtes Original zu sichern. Restaurieren und bearbeiten solltest du stets nur eine Kopie.

Muss ich Fotos für den Scan unbedingt aus dem Album nehmen?

Nicht zwingend. Wenn die Gefahr besteht, dass das Bild beim Herausnehmen einreißt, digitalisiere lieber vorsichtig die gesamte Albumseite und schneide das Motiv anschließend digital zu.

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